2006-08-30
2006-08-29
Erste Vorlesung!
Ich bin also nach Kista gefahren und habe mich mal überraschen lassen was auf mich zukommt. Dort habe ich ein paar Franzosen getroffen, die ich schon über ein paar Ecken kannte, Sebastien und Yannick. Die Vorlesung war leider extrem langweilig, die Professorin könnte mit Prof. Karl aus Karlsruhe um die Auszeichnung für den langweiligsten Vorlesungsstil konkurrieren :(
Irgendwie gingen die zwei Stunden dann rum, eigentlich waren es nur 90 min wie in Karlsruhe, da wir 15 min Pause gemacht hatten und auch um 16:45h schon fertig waren. Eins hat sich leider heraus gestellt: hier fängt das Studieren erst nach der Vorlesung an. Wir wurden gleich damit geschockt, dass wir bis zum 5.9., 18:00h, eine 15 minütige Präsentation mit 10-20 Seiten Ausarbeitung zu einem beliebigen Thema im Vorlesungskontext abgeben müssen. Das haben wir erst einmal verdrängt, was sich aber am Wochenende noch rächen sollte.
2006-08-28
Kårens dag party


2006-08-26
Grand Garbo
Das hätte uns ein Zeichen sein sollen. Nachdem wir dann unsere geniale Lasagne verdrückt hatten, sind wir mit den Spaniern, den Portugiesen und noch ein paar Leuten gegen Mitternacht wieder rüber gegangen. Die Hälfte von uns wollten die Securities nicht rein lassen. Einige waren zu jung (Mindestalter 23), Guiseppe italienischer Ausweis wurde nicht akzeptiert und Youssef durfte nicht rein weil er Marokkaner ist. Das war dann wohl das zweite Zeichen. Patrick und ich sind dann in den Club, die Spanier waren schon drin. Drin war es dann... anders... Ein Haufen komische Leute, auf dem großen Dancefloor wieder nur untanzbarer Techno den ganzen Abend. Das erste Mal dass ich wirklich enttäuscht war und auch früher als der Rest gegangen bin!


Wenigstens die Spanier haben sich offensichtlich gut amüsiert.
2006-08-25
Ein verdammt langer Abend...


Am Freitag abend bin ich mit Michael zu einem Konzert von einem Radionsender in Kungsträdgarden, NRJ in the park. Auf dem Programm standen diverse in Schweden wohl recht bekannte Bands:
Von Pop (Sunblock) über schwedischen Hip-Hop (Snook) bis Techno (Basshunter) war eigentlich für jeden Geschmack was dabei und teilweise kannten wir die Lieder entweder aus Clubs oder auch aus dem deutschen Radio. Everytime we touch von Cascada und Boten Ana von Basshunter laufen hier in den Clubs zur Zeit rauf und runter. Bei Letzterem mal auf den Text achten: der singt wirklich über einen IRC-Bot. Kaum zu glauben dass das Lied es hier auf Platz 1 in den Charts gebracht hat. Es war ordentlich was los, auch wenn das Publikum im Schnitt cirka zehn Jahre jünger war als wir.

Danach sind wir nach Nymble auf eine Party für die Austauschstudenten. Man hat eigentlich jeden dort getroffen, die Musik war gut und das Bier für schwedische Verhältnisse billig. Es war nur leider unerträglich heiß, da die Fenster geschlossen bleiben mussten und es wirklich gerammelt voll war.

Die Party war leider wie viel zu früh zu Ende. Dann nahm das Übel seinen Lauf... Ich bin mit Patrick, Moritz und Dani zur U-Bahn-Station gelaufen. Als die U-Bahn nach Lappis kam, was eigentlich nicht unsere Richtung ist, hat Dani uns überzeugt noch mit auf eine Flurparty zu kommen. Miguel sei schon dort und es sei ganz toll. Als wir dann in Lappis ausgestiegen sind, haben wir gemerkt dass es eigenlich eine dämliche Idee ist, da wir nicht mehr Hause kommen. Moritz und Patrick sind also mit der letzten U-Bahn nach Hause gefahren, während ich mich dazu breitschlagen ließ mitzugehen. Die Party war am Anfang ganz nett, auch wenn viel zu viele Spanier da waren, was dann immer darauf hinaus läuft dass nur Spanisch gesprochen wird.

Irgendwann hat es sich dann schnell geleert und bald saßen nur noch Miguel, Dani und ich verloren und müde auf dem Sofa rum, während um uns herum schon aufgeräumt wurde. Wir sind dann mit der ersten U-Bahn kurz nach 6 zurück nach Sundbyberg gefahren. Die Spanier waren dann wohl auch ziemlich müde, wie man unschwer erkennen kann:
2006-08-23
The Vibe
Frisch gestärkt bin ich dann gegen 22 Uhr mit Patrick und den Spaniern in die Stadt zum Club The Vibe aufgebrochen. Die Spanier waren wohl schon mehrfach zuvor dort und waren total begeistert. Schon die Hinfahrt war sehr unterhaltsam, da die Spanier ordentlich vergeglüht hatten und zumindest Vincent (rechts auf dem Bild) dem Zustand "rappelstrack" schon ziemlich nahe war.
Der Club war zwar nicht schlecht, aber nach dem letzten Wochenende hatten wir natürlich hohe Erwartungen, die dann etwas enttäuscht wurden. Nichtsdestotrotz war es wie immer ein netter Abend. Oskar hatte seinen Flachmann mit Johnnie Walker im Verlauf des Abends geleert und war dann auch gut dabei. Da der Club bis 24 Uhr keinen Eintritt gekostet hat und wir es sogar rechtzeitig dort hin geschafft hatten - was mit fünf Spaniern keine Selbstverständlichkeit ist - war das ganze Spektakel sogar kostenlos.Wir sind dann irgendwann gegen 2 Uhr mit dem Nachtbus nach Hause gefahren. An dieser Stelle muss ich nochmal den Nahverkehr in Stockholm loben: man kommt eigentlich zu jeder Uhrzeit irgendwie nach Hause.
2006-08-22
Saufspiele mit den Italienern


Zuerst hat alles ganz zivilisiert angefangen und alle haben schön bei den Saufspielen mitgemacht. Ok, eigentlich ein Widerspruch in sich. Es war auf jeden Fall ein riesen Spaß.
Irgendwann war dann die Motivation für die Spielchen nicht mehr so groß. Es waren inzwischen auch ein Haufen Leute da und das Event hat sich gleichmäßig auf das ganze Stockwerk verteilt.
Ich bin dann mit der letzten U-Bahn um halb 1 (es war ja unter der Woche) mit Vanessa, Youssef, Guiseppe und Mathilde (macht das Foto) zurück nach Sundbyberg gefahren. Guiseppe hat uns dann gleich für den nächsten Abend zum Essen eingeladen.
2006-08-19
360


War ein gelungener Abend. Schaut euch einfach Fotos auf 360servige.se an. Hier mal ein kleiner Vorgeschmack:
Djurgården
Eine lustige Anekdote am Rande: ich bin mit Wolfgang, einem Österreicher, von Djurgården zurück zur U-Bahn gelaufen. Unterwegs wurden wir von der linken von den drei Mädels auf dem Foto angesprochen, dass sie hier so diversen Krimskrams hat und ob wir was davon kaufen möchten. Da es sowas wir einen Jungesellinen-Abschied in Österreich wohl gar nicht gibt war Wolfgang erst mal ziemlich zurückhaltend. Aber ich konnte ihn dann doch davon überzeugen dass wir was kaufen und dass uns die Mädels die Schilder von den Boxershorts abschneiden dürfen.
Dem aufmerksamen Beobachter ist vielleicht das häßliche graue Schiff im Hintergrund aufgefallen. Sieht zwar aus wie ein Kriegsschiff, ist aber wohl eine Privatyacht (mit Hubschrauber). Sowas sieht man auch nicht alle Tag. Für die Farbe hats wohl leider nicht mehr gereicht.
2006-08-18
Lappis-Reinfall, die Zweite
Jedenfalls ist mir dann beim Aussteigen aus der U-Bahn Jo aus meinem Sprachkurs entgegen gekommen und hat gemeint, dass es quasi keine Party gibt und wir uns die 10 min Fußweg sparen könnten. Aber anstatt auf sie zu hören sind wir dann doch hin. Naja, die Party war dann wirklich enttäuschend. Es waren zwar einige Leute da, aber eigentlich waren alle nur dabei darüber nachzudenken, wo sie noch hingehen. In Lappis zu wohnen ist sicher cool, aber bei den Parties müssen die noch ein wenig üben.
Wir sind dann nach Södermalm in einen neuen Club gegangen. Dort war dann ordentlich was los und der Abend war gerettet.
2006-08-17
Internet!
2006-08-16
Stockholms Kulturfestival - Carmina Burana & Tiken Jah Fakoly
Auf dem Weg dorthin wurden wir von der Polizei mal darauf aufmerksam gemacht, dass es in Schweden nicht erlaubt ist, auf der Straße Alkohol zu trinken. Wir sollen doch bitte in eine Seitenstraße gehen, wo uns keiner sieht, und unser Bier leertrinken.
Nachdem wir dann ausser Sichtweite der Polizei dann unser Bier geext hatten, sind wir ohne weitere Zwischenfälle zum Hötorget gekommen.
Dort konnte man den krassen Gegensatz zu dem Klassikkonzert erleben. Während dort die - zumeist etwas älteren - Menschen andächtig der Musik gelauscht hatten, fanden wir hier ein wild tanzendes Publikum vor. Die Band um Tiken Jah Fakoly hat der Menge richtig eingeheizt.
2006-08-15
Vasa-Museum

Am Dienstag war ich mit Patrick, den Portugiesen und zwei Spaniern spontan im Vasa-Museum. Die Vasa ist ein schwedisches Kriegsschiff, das während seiner Jungfernfahrt untergegangen ist und 1961 geborgen wurde.
Schon die Anfahrt zum Museum, das auf Djurgården liegt, war ein Attraktion. Wir sind mit der U-Bahn zur Haltestelle Slussen gefahren und von dort mit einer Personenfähre nach Djurgården. Das lustige daran ist, dass man die Fähre mit dem ganz normalen Monatsticket nutzen kann.
Als wir um 17 Uhr am Museum angekommen sind, haben wir gemerkt, dass es um 18 Uhr schon zu macht. Zuerst haben wir uns eine 25-minütigen Dokumentationsfilm über das Schiff, sein Untergang, seine Bergung und die Restauration angeschaut. In der verbleibenden Zeit hat sich dann jeder das angeschaut, was ihn interessiert hat. Es ist erstaunlich, wie gut das Schiff nach genau 333 Jahren geborgen werden konnte. Neben dem Schiff selbst sind noch zahlreiche Artefakte ausgestellt, die im Schiff gefunden wurden und einen einen Eindruck vom Leben an Bord eines mittelalterlichen Kriegsschiffes vermitteln.Der Eintrittspreis von 40 kr für Studenten ist angemessen, die Ausstellung ist echt sehenswert.
2006-08-12
Osqvik Party
Am Freitag mittag kam dann eine erklärende Mail: Osqvik ist eine Hütte auf einer Insel in der Nähe von Stockholm, man kann dort schwimmen und saunieren.
Es war relativ kompliziert zu erreichen, man mußte von Slussen aus mit dem Bus fahren, unterwegs einmal umsteigen und dann nochmal 10 Minuten laufen. Das Problem war nur, dass 300 Karten für die Party verkauft wurden und auf der Anfahrtsbeschreibung genau zwei Busse genannt wurden. Dass das schiefgeht war natürlich vorprogrammiert. Als wir in Slussen an der Bushaltestelle angekommen sind, war dort schon eine riesige Menschentraube. Zumindest dachte ich es sei eine Traube, tatsächlich war es nämlich eine Schlange, wie mich Julien aufgeklärt hat. Ich hatte ihn am anderen Ende der Menschenmenge gesehen und bin mit Patrick einfach mal zu ihm hingelaufen um Hallo zu sagen. Dabei haben wir uns, ohne es zu merken an ein paar Duzend vielleicht sogar 200 Leuten vorbei gedrängelt. Die Schweden lieben Schlangen. Überall muß man eine Nummer ziehen und wird dann aufgerufen wenn man dran ist. Gibt es keine Nummern, wird ganz gesittet gewartet bis man dran ist. Wir haben uns also ohne böse Absicht total daneben benommen, aber da sich niemand beschwert hat, sind wir halt stehengeblieben und dann auch in den Bus gekommen, wir haben sogar eine Sitzplatz bekommen. Leider habe ich kein Foto vom Gesichtsausdruck der Busfahrerin, als sie die riesige Menschenmenge gesehen hat, die in ihren Bus will. Es war zwar ein großer Gelenkbus, aber es hat trotzdem nicht für alle gereicht. Dummerweise war der Bus, in den wir umsteigen mussten, ein ganz normaler, kleinerer Bus und jedem war klar dass nicht alle Leute aus dem großen Bus in den kleinen passen würden. Patrick und ich haben es geschafft und sind dann bald an der finalen Haltestelle angekommen. Von dort aus sind wir dann einfach der Menge nachgelaufen und waren dann auch bald am Ziel. Auch die Leute, die es nicht in den Bus geschafft haben, sind dann irgendwie später angekommen.
Wenn man hört, dass wir mit dem Bus von Stockholm aus auf eine Party gefahren sind, denk man sich vielleicht, dass das nicht weit weg sein kann. Deshalb hier mal ein paar Links zu Google Maps. Einmal eine Nahaufnahme, auf der man das Haus sehen kann (der kleine rotbraune Fleck in der Mitte) und hinter der Sprechblase versteckt sich auch die Sauna am Wasser (der braune Fleck am Wasser, zwischen den Booten, den weißen Flecken). Wenn man das mal von weiter weg betrachtet, wie z.B. auf dieser Karte, dann sieht man, dass ziemlich im Nirgendwo ist und doch ein ganzes Stück vom Zentrum weg. Die Motivation einen Bus zu erwischen, der wieder zurück fährt, war also entsprechend hoch.
Die Frage ist allerdings, ob man von dort überhaupt jemals wieder weg will. Die Location ist der absolute Hammer. Die Landschaft ist wie aus dem Bilderbuch, bzw. wie aus dem Schwedenreiseführer. Patrick und ich waren unter den ersten, die sich ins Wasser getraut haben. Es war schon ziemlich kalt, aber erträglich. Wenn man danach gleich in die Sauna gehüpft ist, war es ok. Beim zweiten Badegang bin ich dann auch mit anderen Leuten ans andere Ufer geschwommen. Der Hinweg war ok, aber dort war es dann wirklich sau-kalt und auf dem Rückweg hat ich mich gefühlt als würde ich durch Sirup schwimmen.
Das Bier wurde fast zum Einkaufspreis verkauft, nur 15 kr. Ausserdem gab es Hot Dogs for free. Da es ursprünglich hieß, dass es nichts zu essen gibt, hatten wir uns Burger mitgebracht, die wir auf den Grill geworfen haben. Für Nicht-Bier-Trinker gab es leider nicht so viel interessantes, nur Cider in Grün, Kaktus-Limette und in Rot, irgendwas mit Beeren, das hat geschmeckt wie Limo mit ein wenig Alkohol, sehr seltsam.
Dann hat man halt gemacht was man auf einer Party so macht. Ich habe mit Leuten gequatscht, wir haben unsere Burger gemapft und warmes Bier getrunken. Später gabs dann auch Musik im Haus und es wurde ausgiebig getanzt. Nur das die Party irgendwo im Nichts in Schweden war und man zwischendurch mal schnell ins Wasser hüpfen oder einen Saunagang einlegen kann, was ich auch gegen Mitternacht nochmal gemacht habe. Man kann natürlich nicht erwarten, das 30 besoffene Studenten in der Sauna sitzen und meditieren. Die Franzose haben lautstark Lieder gesungen und wir Deutsche haben so gut wie möglich mit dem Donau-Lied gekontert.
Sehr lustig war auch, dass man im Haus keine Schuhe tragen durfte. Es war schon lustig anzusehen, wie über 100 Leute in Socken oder barfuß tanzen, was aber der guten Stimmung keinen Abbruch getan hat.
Julien, Patrick und ich sind dann mit dem Bus um 2:00 Uhr zurück in die Stadt gefahren. Die Portugiesen waren auch im Bus, so war die Fahrt extrem kurzweilig. Am Hauptbahnhof musste dann alles ganz schnell gehen und wir haben wieder ein paar Leute verloren, aber Verluste gibt's halt immer. Es war ein unvergesslicher Abend und die Parties die noch kommen müssen ganz schön was bieten, um das zu toppen!
Falls das hier irgendjemand ließt, der nach mir an die KTH geht: Besorg dir Karten für die Osqvik-Party! Es lohnt sich!
2006-08-11
Barbecue und Clubbing
Tagsüber sah es dann so aus, als ob es regnen würde, aber Petrus hat es gut mit uns gemeint und es blieb den ganzen Abend trocken. Das Barbecue war ein voller Erfolg, es kamen ein Haufen Leute, auch von weiter weg, wie z. B. aus Lappis.
Gegen 22 Uhr sind wir dann so langsam Richtung Innenstadt aufgebrochen, wir wollten endlich mal feststellen ob die schwedischen Clubs so gut sind wie ihr Ruf. Anfangs waren wir noch eine ziemlich große Gruppe, aber irgendwie haben wir beim Umsteigen die Belgier verloren. Am Schluss waren wir dann nur noch Julien, Moritz, Raffael, Patrick, zwei Franzosen und ich. Ich hätte ja gewettet, dass der eine Franzose mit Vollbart und kurzen Hosen nicht in den Club kommt, aber vielleicht waren wir früh genug dran oder es kommt einfach jeder in diesen Laden. Der Club hieß Göta Källare oder kurz GK Nightclub. Wir sind in Medborgarplatsen ausgestiegen und ein paar Meter gelaufen.
Der Club war jedenfalls eine gute Wahl. Als wir kamen war noch relativ wenig los, aber gegen halb 1 war die Tanzfläche dann richtig voll und ein Haufen hübsche Frauen waren auch dabei. Es gab zwei getrennte Räume mit eigenen Tanzflächen, im großeren lief Musik in Richtung Techno, Hip-Hop, House, im anderen mehr in Richtung Partymusik, Latino, 80er usw. Etwas ungewohnt waren die beiden Black Jack Tische, an denen man so ganz nebenbei um Geld spielen konnte. Sehr lustig fand ich die "Räucherkammer", ein Glaskasten in den die Raucher gehen mussten. Wenn ich Raucher wäre würde ich es mir hier ganz sicher abgewöhnen. Es ist ziemlich angenehm, wenn man die Kleider, mit denen man abends in der Disko war, einfach am nächsten Morgen wieder anziehen kann.
Die Preise in dem Laden waren für hiesig Verhältnisse normal, aber für uns natürlich heftig. Eintritt 60 kr, Gaderobe 20 kr, das Bier hat 49 kr gekostet, also gut 5 EUR. Im großen Raum gab es am Rand abgetrennt Sitzecken, ausserdem gab es nochmal einen extra VIP-Bereich. Die Preise dafür will man wahrscheinlich gar nicht wissen. Aber auch ohne großen Geldbeutel haben wir uns prima amüsiert, ich kann den Laden nur empfehlen!
Stockholms Kulturfestival - Saturday Night Fever
Am Mittwoch Abend bin ich mit Michael zum Gustav Adolfs Torg gefahren, wo die Tourversion von Saturday Night Fever aufgeführt wurde. Die Gruppe hat eine gute Show abgeliefert, 70er Jahre Musik und Tanzeinlagen vom aller Feinsten.
Danach hat dann ein DJ Musik im gleichen Stil aufgelegt und für richtig gute Stimmung gesorgt, kaum ein Zuschauer konnte die Füße stillhalten. Irgendwann sind auf die Portugiesen aufgetaucht. Eigentlich wollten sie ja um 20 Uhr mit uns kommen. Aber als sie dann um 10 nach 8 noch angefangen haben zu kochen, sind wir dann schon mal ohne sie los. Bei den Südländern wird es halt einfach immer ein bissel später, daran muß man sich erst mal gewöhnen. Nach dem Fußballspiel sind auch Raffael und Moritz noch zu uns gestoßen, aber da war die Party schon am ausklingen.
2006-08-10
Schwedischer Filmabend
Donnerstags waren wir dann in Nymble, dem Haus der Student Union, auf dem Filmabend. Gezeigt wurde "Tillsammas" (Zusammen) ein schwedischer Film (mit englischem Untertitel) über eine Hippie-Kommune. Der Film war urkomisch und hat trotzdem ein wenig zum Nachdenken angeregt.
Eigentlich wollten wir danach noch in Nymble an der Bar ein Bier trinken, aber da diese gar nicht offen war und wir auch ziemlich schnell von der Terasse vertrieben wurden, sind wir dann in einer Gruppe von 10-12 Leuten nach Södermalm gefahren, um dort noch in eine Kneipe zu gehen. Wir hatten einen ortskundigen Führer, Alex. Er fängt zwar auch gerade erst an zu studieren, hat aber eine schwedische Freundin aus Stockholm und kennt daher die Stadt schon ziemlich gut. Wir waren erst ein wenig skeptisch ob wir in einer so großen Gruppe mit so vielen Leuten in Shorts und Sandalen überhaupt irgendwo reinkommen. Es gibt hier keine Kneipe ohne Türsteher. Wir haben dann einfach für die erstbeste Bar entschieden und da der Laden so gut wie leer war, gab es auch keine Probleme reinzukommen. Leider waren wir in der Gruppe wieder viel zu viele Deutschsprachige, so dass an dem Tisch an dem ich saß die ganze Zeit deutsch gesprochen wurde. Ausserdem waren wir nur Männer, wie ich es von Karlsruhe leider gewohnt bin.
Es war eine nette Runde, aber wir haben es dann wirklich bei einer Runde Bier belassen und waren dann auch relativ früh zuhause.
2006-08-09
Hangover
2006-08-08
Kista & the Sundbyberg Connection
Der Informationsgehalt ließ mal wieder stark zu wünschen übrig, ich habe eigentlich nichts wirklich neues gehört. Worauf nochmal expizit auf die Regeln bei Betrugsversuchen hingewiesen. Wenn man abschreibt oder Quellen anzugeben vergisst (und dabei erwischt wird), kann mit heftigen Sanktionen rechnen. Das geht dann bis zu einem ganzen Jahr Ausschluss aus der Uni. Wobei Ausschluss Entzug der Zugangsberechtigung heißt, d. h. man kann nicht mehr ins Gebäude und somit auch keine Vorlesungen besuchen. Das Gebäude in dem die School of Information and Communication Technology (ICT) untergebracht ist, war früher das schwedische IBM-Hauptquartier. Die IBM-Leute sind scheinbar ziemlich paranoid, ungefähr alle zwei Meter ist eine Sprinkleranlage an der Decke und man kommt keine drei Türen weit ohne dass man seine Zugangskarte durch den Leser ziehen muss.
Diese Zugangskarte haben wir dann auch zusammen mit den Zugangsdaten für unsere Computeraccounts nach einer kurzen Führung über den Campus bekommen. Der Campus bzw. die einzelnen Gebäude sind sehr modern und super ausgestattet. Es gibt jede Menge Lernräume und Räume mit Sofas, wo man einfach nur abhängen kann. Wer dabei jetzt an eine kleine Ecke mit ein paar vergammelten Sofas denkt, liegt vollkommen daneben. Alles ist top in Schuss und könnte so direkt auch in einer In-Kneipe stehen. Die Sitzecke vor dem Hörsaal, indem das Meeting war, hatte sogar einen offenen Kamin! Das muß man sich mal vorstellen.
Das Verteilen der Zugangsdaten hat ne ganze Weile gedauert. Bis wir zuhause waren war der Nachmittag dann gelaufen. Wir sind noch schnell zum System Bolaget und haben zwei Paletten Dosenbier gekauft, da Julien, ein Franzose, der schon seit einem Jahr hier ist, uns zu seinem Geburtstag eingeladen hat. Die Penner an denen wir auf dem Weg zurück zum Haus vorbeigelaufen sind, haben sich gefreut wie kleine Kinder, total seltsam. Wir sind dann alle in unsere Wohnungen und haben uns dann gegen halb 10 wieder bei Julien getroffen.
Julien hatte weder Mühe noch Kosten gescheut und jede Menge Sangria gemacht. Als wir mit unserer Palette Starköl (= richtiges Bier mit 5,2 %) eingelaufen sind, haben wir haben auch für einiges Aufsehen gesorgt. Auf der Party waren logischerweise jede Menge Franzosen, aber auch ein paar Italiener, denen ich Mittags noch Bescheid gesagt hatte, Spanier, Belgier, alles bunt gemischt. Das ganze war nur zum Teil eine Geburtstagsparty, Julien hat es eigentlich eher als Sundbyberg-Connection-Party bezeichnet. Ich habe auch wieder jede Menge neue Gesichter gesehen. Da wir ja am nächsten Tag rausmussten, sind wir nicht allzulange geblieben, aber es war trotzdem ein gelungener Abend. Vielen Dank an Julien für seine Gastfreundschaft!
2006-08-07
Immer noch Badewetter
2006-08-06
IKEA
Da unsere Zimmer doch noch ziemlich spartanisch aussahen, sind wir am Sonntag zu IKEA. Ja, richtig gelesen, am Sonntag. Auch IKEA hat, wie fast alle Geschäft, ausser natürlich System Bolaget, Sonntags geöffnet. Michael hat zum Glück ein Auto hier, also sind wir zu fünft hingefahren um den Laden leerzukaufen.
Zuerst haben wir dort gemütlich gefrühstückt und haben dann die Sachen besorgt, die wir brauchen oder auch nicht brauchen. Ich habe mir hauptsächlich ein Regal, ein paar Sachen für die Küche und ein paar Kleinigkeiten für ein wenig mehr Wohnlichkeit, gekauft. Am Schluss hatten wir fünf Einkaufswagen und keine Idee wie wir das alles ins Auto packen sollen. Es hat dann doch irgendwie fast alles reingepasst - ausser uns natürlich, wir sind mit dem Bus zurück gefahren, was ganz gut geklappt hat.
Den Rest des Tages habe ich dann mit Möbel aufbauen und Zimmer einrichten verbracht.
Hier noch ein schönes Sonnenuntergangsmotiv:
2006-08-05
Schwimmen und Lappis-Party
Am Nachmittag sind wir dann schwimmen gegangen. In der Nähe, circa 10 Minuten zu Fuß von unserer Wohung, ist ein schönes Stück Felsküste, an dem man schwimmen kann. Das Wetter war bombig, wie schon die ganze Zeit, und das Wasser war auch angenehm. Wir haben dort - wie könnte es auch anders sein - einen Deutschen getroffen. Allerdings keinen Austauschstudenten, sondern jemand der hier lebt und arbeitet. Wir haben ein wenig mit ihm geplaudert und er hat uns ein paar Tipps gegeben, was man abends so machen kann. Diese Informationen könnten sich im Verlaufe der nächsten 11 Monate vielleicht noch als nützlich erweisen :)
Abends wollten wir dann zu einer Wohnheims-Party nach Lappis gehen. Da jeder seine eigenen Getränke mitbringen sollte, wollten wir vorher Bier kaufen gehen. Getränke mit mehr als 3,5% Alkohol kann man in Schweden nur in speziellen Läden kaufen, im "System Bolaget". Und teuer ist Alkohol auch, alles kostet ungefähr doppelt so viel wie zuhause. Wir steuern also zielsicher den System Bolaget um die Ecke an, um festzustellen, dass er Samstags nur bis 15 Uhr geöffnet hat. Es war Samstag nachmittag oder abend, vielleicht 17 oder 18 Uhr. Man muss dazusagen, dass die Supermärkte jeden Tag offen haben, meistens bis 21 Uhr, der Hemköpp hat sogar von 8-22 Uhr geöffnet, an 7 Tagen in der Woche. Schon irgendwie schizophren. Wir sind dann also in den Supermarkt gegangen und haben kastriertes Bier gekauft.
Lappis ist ein Wohnheimsviertel, fast schon eine Stadt für sich. Es wohnen dort fast nur Studenten. So ähnlich wie das Hadiko in Karlsruhe, nur viel, viel größer. Ausserdem gibt es 5 Minuten Fußweg entfernt einen Sandstrand, da kann das Hadiko wohl nicht mithalten. Wir sind zuerst an den Strand gelaufen, weil irgendjemand gesagt hat, die Party sei da. Hier mal ein kleiner Eindruck:
Sie war aber in einem Haus, vergleichbar mit einer Flur- oder Stockparty in einem Karlsruher Wohnheim. Nur dass eben jeder seine eigenen Getränke mitbringen musste und es keine Toilette gab, da jedes Zimmer eine eigene Toilette hat und niemand das Klo in seinem Zimmer zur Verfügung stellen wollte.
Es war ein netter Abend, ich habe wieder ein paar neue Leute kennengelernt, aber der ganz große Brüller war es nicht. Eigentlich wollten wir wieder früh zuhause sein. Aber das hat natürlich nicht geklappt, es war dann doch wieder halb 4. Zeit für ein weiteres Sonnenaufgangsphoto.
2006-08-04
Meer... zumindest fast
Wir haben dort ein paar schöne Fotos gemacht. Das Wasser wollte aber scheinbar nicht fotografiert werden, da ich auf einem Steg voll von einer sich brechenden Welle erwischt wurde und danach klatschnass war. Da aber ein strahlend blauder Himmel war und auch die Sonne alles gegeben hat, damit wir unseren letzten Tag nochmal geniesen können, war es nicht weiter schlimm und nach einer halben Stunde war ich schon wieder trocken.
Danach haben wir noch eine Tasse Kaffe am Wasser getrunken, bevor wir mit dem Bus zurück Richtung Stadt gefahren sind.
Wir haben dann noch ein wenig auf der der anderen Seite von Djurgården rum gelaufen und haben uns ein paar Museen von aussen angeschaut. Zum reingehen hat die Zeit leider nicht mehr gereicht, ausserdem was das Wetter viel zu schön.
Danach haben wir uns auf den Rückweg gemacht, weil abends Barbecue und Pub in der Student Union auf dem Programm stand. Fürs Barbecue hats leider nicht mehr gereicht, da Claudia noch packen und wir ihr Gepäck am Bahnhof in einschließen musste. Da ihr Flug früh am Samstag morgen ging und sie deshalb schon um 4 den Bus nehmen musste, hatten wir beschlossen, die Nacht durchzumachen. An unserem vorerst letzten gemeinsamen Abend wollten wir natürlich auch nicht gerade früh ins Bett, sondern noch was erleben. Also sind wir zum Pub, haben was getrunken und ein bissel getanzt.
Allerdings haben die relativ früh zugemacht, kurz nach 12. Wir wollten dann noch irgendwo hin, schließlich hatten wir noch fast 4 Stunden Zeit.
Wir sind dann mit der U-Bahn nach Slussen gefahren, was aber ein totaler Reinfall war, irgendwie hatte alles schon zu. In Schweden schließen die normalen Bars wohl relativ früh, wenn man länger feiern will muß man in einen Club gehen. Wir haben dann schlußendlich bei 7eleven noch ne Kleinigkeit gegessen und die Anderen, die mit uns unterwegs waren, sind heim gefahren. Claudia und ich sind dann zum Bahnhof gefahren und haben dort noch die verbleibende Zeit mit einem Kaffee von McDonald's verbracht. Der Abschied ging dann plötzlich ganz schnell, da der Bahnhof erst um halb 4 wieder geöffnet hat und wir ja den Koffer dort eingeschlossen hatten, der Bus aber dann schon ziemlich bald gefahren ist.
Ich bin dann das erste Mal mit dem Nachtbus nach Hause gefahren. Was einem in Stockholm sofort auffällt sind die Väktarna, also Wächter bzw. Securities. Die gibt es wirklich an jeder Ecke - Bahnhöfe, Supermärkte, einfach überall. Und halt auch bei den Nachtbussen. Einer sitz drin, zwei stehen vor der Tür. Ich bin mir noch nicht sicher ob ich das toll finden soll oder ob es mir eher Angst macht. Normalerweise wäre es mir lieber wenn eine Gesellschaft ohne ständige Bewachung und Schutz auskommt.
Als ich dann um kurz vor halb Fünf bei meiner Wohnung angekommen bin, war es schon wieder ziemlich hell. Ich hab noch ein Foto vom Sonnenaufgang gemacht (um halb 5!) und bin dann wie ein Toter ins Bett gefallen.
2006-08-02
Der erste Tag
Gleich am 2. August hat dann der Sprachkurs angefangen. Ich musste also um 8:12 Uhr den Zug nehmen. Es war ganz schön hart in die Gänge zu kommen, da wir vom Vortag noch ziemlich erschöpft waren.
Wir sind 26 Leute im Sprachkurs, natürlich der Großteil Deutsche und Franzosen, aber auch Spanier, Österreicher, Schweizer, einen Venezuelaner und einen Äthiopier. Da ich dummerweise im Elementary Level gelandet bin und zuhause schon 2 Kurse gemacht hatte, habe ich mich am Anfang ziemlich gelangweilt. Um einen höheren Kurs zu machen, musste man einen Online-Test machen. Da ich meine Kurse allerdings schon vor einem Jahr gemacht hatte und vieles wieder vergessen hatte, habe ich bei dem Test jämmerlich versagt und leider war ich auch so ehrlich und habe nicht gespickt. Der Vorteil ist allerdings, dass ich nicht so viel Zeit für den Sprachkurs wie z. B. Moritz brauche. Er macht den Level 3 Sprachkurs und stöhnt jeden Tag über stundenlange Hausaufgaben.
Nach dem Sprachkurs haben wir zuerst bei einem Italienier in der Nähe der Uni eine Kleinigkeit zu Mittag gegessen. Die Preise sind hier insgesamt deutlich höher als bei uns. Für weniger als 55 Kronen also fast 6 EUR, bekommt man nichts anständiges zu essen. Eine Mensa wie man sie aus deutschen Unis kennt, gibt es nicht. Gut, in der Karlsruher Mensa gibts auch nix anständiges zu essen aber es macht satt. Die meistens Studenten nehmen sich wohl was von zu Hause mit und machen es an der Uni warm.
Um 14:00 hatten die anderen Studiengänge ein School-Information-Meeting mit ihrem Study Coordinator. Da aber die Koordinatorin der IT-School, der ich hier angehöre, noch im Urlaub ist, findet das Meeting für uns am 8.8. statt. Deshalb sind wir nach dem Essen erst mal ein wenig durch die Stadt gelaufen. Für 15:30 war dann eine Führung durch die KTH angesetzt. Der Campus ist wirklich fantastisch. Schöne alte Gebäude, kleine Hügel mit Grün zwischendrin. Der absolute Hammer ist der Innenhof. Da kann Karlsruhe natürlich nicht mithalten. Ich werde allerdings auch einige Vorlesungen auf dem IT-Campus in Kista besuchen, der leider ein ganzen Stück vom Hauptcampus entfernt ist.
Leider kann ich mich nicht mehr daran erinnern was wir abends gemacht haben ![]()
2006-08-01
Anreise
Mit kurzer Verspätung sind wir dann abgeflogen und nach ungefähr 2 Stunden gut auf dem Flughafen in Stockholm Skavsta gelandet. Flughafen ist etwas übertrieben, es ist eigentlich nur ein Rollfeld und eine Halle, noch kleiner als in Hahn. Es hat trotzdem alles ganz gut geklappt. Ich habe mich von Florian verabschiedet und wir sind in den Bus nach Stockholm gestiegen. Da Skavsta genauso ein Provinzflughafen wie Hahn ist, mussten wir ca. 80 Minuten bis nach Stockholm fahren. Während der Busfahrt hat man gemerkt, dass hier doch alles ein wenig anders aussieht als zu Hause. Man sieht viele kleine rote Holzhäuser, mit im Nirgendwo, umgeben von viel, viel Wald.
Als wir am Hauptbahnhof angekommen sind, sind wir zuerst etwas orientierungslos herumgeirrt, aber nachdem wir Geld gewechselt und Monatskarten für Bus und Bahn gekauft hatten, hat uns der Hunger zum goldenen M getrieben. Eigentlich wollte ich meinen Schwedenaufenthalt nicht mit amerikanischen Fastfood beginnen, aber da wir immer noch mit unserem ganzen Gepäck beladen waren, wollten wir nicht ewig lange rum suchen. Es hatte totzdem einen schwedischen Touch, hintern Tresen standen nämlich fünf Mädels, eine hübscher wie die Andere, alle bis auf eine blond, aber die hatte original Pippi Langstrumpf-Zöpfe. Die Klischees über die schwedischen Frauen scheinen also zu stimmen.
Ein wenig gestärkt sind wir dann mit der U-Bahn zur Uni gefahren, um unsere Wohnungsschlüssel in Empfang zu nehmen. Ich hatte ja ein tierisches Chaos erwartet, aber alles war super organisiert und eine halbe Stunde und ein paar Unterschriften später konnten wir endlich unsere Wohnung ansteuern. Man brauch mit der Bahn gut 30 Minuten von der Wohnung zum Hauptcampus, wenn man eine gute Verbindung erwischt. Von der Uni hatten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht viel gesehen, aber der erste Eindruck war ansprechend, alte Backsteingebäude, umgeben von viel Grün.
Unser Wohnhaus ist leider nicht so ansprechend, ein häßlicher Klotz mit 9 Stockwerken. Von meinem Zimmer war ich angenehm überrascht. Es ist relativ groß, mit eigener Küche im Eingangsbereich, Bad und begehbarem Kleiderschrank, von dem Claudia total begeistert war :) Da es im 9. Stock liegt (Zimmernummer 923), hat man natürlich eine super Aussicht, auch wenn es nicht wirklich viel zu sehen gibt. Es war zwar relativ schmutzig und die Ausstattung etwas dürftig, aber das habe ich dann im Laufe der ersten Woche behoben. Die Umgebung ist vielleicht nicht die beste, in dem Haus wohnen nämlich nicht nur Studenten sondern auch Schweden. Allerdings kann man sich vorstellen, dass das Niveau in einem Haus, in dem es zum Großteil Ein-Zimmer-Wohnungen gibt, nicht besonders hoch ist.
Abend ging es dann zum Mingle Evening, dass heißt der Pub im Haus der Student Union war offen und die ganzen Austauschstudent sind dort hingekommen. Es ist sofort aufgefallen, dass die Deutschen eindeutig die größe Gruppe sind und dabei noch jede Menge Leute aus Karlsruhe sind. Ein typischer Dialog sah ungefähr so aus: - "Hi, where are you from?" - "Germany, and you?" - "Hm, ich auch. Woher genau?" - "Karlsruhe" - "Hm, ich auch." Die zweite große Gruppe sind die Franzosen, andere Sprachen hört man dann schon relativ selten. Es war ein netter Abend mit vielen neuen Gesichtern, aber ich war dann auch froh als ich endlich in mein Bett gefallen bin.











