Daniel goes Sweden

2006-08-04

Meer... zumindest fast

Am Vortag hatten wir von einem Busfahrer erfahren, dass die Linie 69 eine ziemlich schöne Strecke fährt und am Wasser endet. Da es Claudia letzter Tag in Stockholm war und wir uns erst wieder Ende September sehen werden, haben wir den Nachmittag alleine verbracht. Wir sind mit besagter Linie 69 in ca. 15 Minuten nach Kvarnholmen gefahren und dort ein wenig spazieren gegangen. Das Tolle an Stockholm ist, dass es aus vielen Inseln besteht und es viele große Grünflächen dazwischen gibt. Allerdings muss man ganz schön weit fahren, wenn man wirklich das offene Meer sehen will. Meistens fühlt man sich wie an einem großen See, oft ist das Wasser auch nicht salzig.

Wir haben dort ein paar schöne Fotos gemacht. Das Wasser wollte aber scheinbar nicht fotografiert werden, da ich auf einem Steg voll von einer sich brechenden Welle erwischt wurde und danach klatschnass war. Da aber ein strahlend blauder Himmel war und auch die Sonne alles gegeben hat, damit wir unseren letzten Tag nochmal geniesen können, war es nicht weiter schlimm und nach einer halben Stunde war ich schon wieder trocken.


Danach haben wir noch eine Tasse Kaffe am Wasser getrunken, bevor wir mit dem Bus zurück Richtung Stadt gefahren sind.

Wir haben dann noch ein wenig auf der der anderen Seite von Djurgården rum gelaufen und haben uns ein paar Museen von aussen angeschaut. Zum reingehen hat die Zeit leider nicht mehr gereicht, ausserdem was das Wetter viel zu schön.

Danach haben wir uns auf den Rückweg gemacht, weil abends Barbecue und Pub in der Student Union auf dem Programm stand. Fürs Barbecue hats leider nicht mehr gereicht, da Claudia noch packen und wir ihr Gepäck am Bahnhof in einschließen musste. Da ihr Flug früh am Samstag morgen ging und sie deshalb schon um 4 den Bus nehmen musste, hatten wir beschlossen, die Nacht durchzumachen. An unserem vorerst letzten gemeinsamen Abend wollten wir natürlich auch nicht gerade früh ins Bett, sondern noch was erleben. Also sind wir zum Pub, haben was getrunken und ein bissel getanzt. Allerdings haben die relativ früh zugemacht, kurz nach 12. Wir wollten dann noch irgendwo hin, schließlich hatten wir noch fast 4 Stunden Zeit.
Wir sind dann mit der U-Bahn nach Slussen gefahren, was aber ein totaler Reinfall war, irgendwie hatte alles schon zu. In Schweden schließen die normalen Bars wohl relativ früh, wenn man länger feiern will muß man in einen Club gehen. Wir haben dann schlußendlich bei 7eleven noch ne Kleinigkeit gegessen und die Anderen, die mit uns unterwegs waren, sind heim gefahren. Claudia und ich sind dann zum Bahnhof gefahren und haben dort noch die verbleibende Zeit mit einem Kaffee von McDonald's verbracht. Der Abschied ging dann plötzlich ganz schnell, da der Bahnhof erst um halb 4 wieder geöffnet hat und wir ja den Koffer dort eingeschlossen hatten, der Bus aber dann schon ziemlich bald gefahren ist.


Ich bin dann das erste Mal mit dem Nachtbus nach Hause gefahren. Was einem in Stockholm sofort auffällt sind die Väktarna, also Wächter bzw. Securities. Die gibt es wirklich an jeder Ecke - Bahnhöfe, Supermärkte, einfach überall. Und halt auch bei den Nachtbussen. Einer sitz drin, zwei stehen vor der Tür. Ich bin mir noch nicht sicher ob ich das toll finden soll oder ob es mir eher Angst macht. Normalerweise wäre es mir lieber wenn eine Gesellschaft ohne ständige Bewachung und Schutz auskommt.

Als ich dann um kurz vor halb Fünf bei meiner Wohnung angekommen bin, war es schon wieder ziemlich hell. Ich hab noch ein Foto vom Sonnenaufgang gemacht (um halb 5!) und bin dann wie ein Toter ins Bett gefallen.